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	<title>textAffairs &#187; General</title>
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		<title>Kurze Antworten auf letzte Fragen (1)</title>
		<link>http://abeuthner.wordpress.com/2007/10/15/kurze-antworten-auf-letzte-fragen-1/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 13:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abeuthner</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon mal gestorben? Eine wichtige Lebenserfahrung, die jeden ereilt, ob als Opfer einer Hungersnot, einer Attacke, einer Naturkatastrophe oder durch Organversagen. Für kulturphilosophische Deutungskünstler gehört der Tod zur Kategorie gut ausschmückbarer Interpretationen, denn der Mensch stirbt nicht einfach so. Der Tod spielt vielmehr eine äußerst vielschichtige, energiegeladene und auch karrierefördernde Rolle. 
Wer kennt es nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=abeuthner.wordpress.com&blog=177055&post=16&subd=abeuthner&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Schon mal gestorben? Eine wichtige Lebenserfahrung, die jeden ereilt, ob als Opfer einer Hungersnot, einer Attacke, einer Naturkatastrophe oder durch Organversagen. Für kulturphilosophische Deutungskünstler gehört der Tod zur Kategorie gut ausschmückbarer Interpretationen, denn der Mensch stirbt nicht einfach so. Der Tod spielt vielmehr eine äußerst vielschichtige, energiegeladene und auch karrierefördernde Rolle. </p>
<p>Wer kennt es nicht das Phänomen, dass Musiker und Künstler erst nach der Beerdigung den Status eines zeitlosen Denkmals erreichen. Rennpiloten der Formel-1 stehen mit einem Bein im Grab und holen dadurch ein paar Sekunden für den Sieg heraus. Gotic-Gruppen huldigen dem Leichentuchlook und fühlen sich erst als Grufties so richtig wohl. Für manchen Philosophen ist die Todeserfahrung der Schlüssel zum Leben und der Bundesverteidigungsminister wägt beim Abschussbefehl 80 Flugzeugleichen gegen 80 000 Stadionbesucher ab. Im kirchlichen Umfeld ist ständig von Trost und Erlösung die Rede und den sozialverträglichen Abgang legen nicht nur die Bilanzzahlen der vereinigten Krankenkassen nahe.</p>
<p>Da wird nicht nur einfach gestorben, sondern eben kulturphilosophisch (und gesellschaftspolitisch) am Sinn des Todes herumgemacht. Seinszugewandte Denker, wirkungsgeschichtlich sicherlich nicht unbedeutend, stürzen sich lustvoll in den Strudel letzter Gründe des existierenden Seienden (Welt) und Daseins (Mensch) und suchen nach dem Urprinzip, auch Sein genannt. Eine sprachlich grenzwertig aufbereitete Abhandlung liefert Martin Heidegger´s Standardwerk Sein und Zeit. Beim Nachlesen, um was es dem Seinsphilosophen denn eigentlich geht, stößt man bei der Grundverfassung des Menschen auf eine eigentümliche Stelle: Solange das Dasein als Seiendes ist, hat es seine Gänze nie erreicht. Sprich, um dem Sein des Menschen näher zu rücken, sollte man das existenzbehaftete Seiende fahren lassen. Der Tod als Tor zum eigentlichen Selbst.</p>
<p>Der schwäbische Philosoph feiert zwar nur die Möglichkeit zum Tod als Bestandteil des Lebens (das ist dann die ontologische Seinserfahrung), aber nur mit dem Tod gelingt der Eintritt in das Haus des Seins. Wer sich auf existenziell Erreichtes versteift oder gar mehr fordert, verfehlt den Sinn des Lebens. Existenzphilosophisch steht also einiges auf dem Spiel, zumal ideengeschichtlich die andere Totalitätsfrage nach dem Verhältnis von Leib und Seele respektive Geist noch gar nicht richtig zum Zug kam. </p>
<p>Auf diesem Feld fühlen sich die religiös eingefärbten Todesanalytiker besonders angesprochen. Zwar liegen die Denkhorizonte von Seinsphilosophen und Theologen nicht weit auseinender, aber das göttliche Prinzip eines Ganzen mit einem gewaltigen Schöpfer im Zentrum hat gesamt geschichtlich einen wesentlich größeren Einfluss auf das Denken und Handeln maßgeblicher (und unmaßgeblicher) Menschen. Machen wir´s kurz: Der Theologe postuliert, was der Philosoph umständlich deduziert: Gottes Wirklichkeit ist einfach größer als die menschliche Fähigkeit, diesen seinen Schöpfer zu erkennen. Die Vernunft scheitert schlicht am Erfassen der Wahrheit und muss sich mit der Tatsache bescheiden, die Frage überhaupt zu stellen. </p>
<p>Zusammengenommen also kommen sich die Interpretatoren aus den verschiedenen Denklagern doch sehr nahe. Der Sinn des Lebens ist einfach zu sein und das Schicksal zu tragen, in das man geworfen wird &#8211; der Tod fährt ohnehin immer mit. </p>
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		<title>Neues von der letzten Meile</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jan 2007 10:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abeuthner</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[IT]]></category>

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		<description><![CDATA[Was der Netzwerkanschluss kostet hängt von vielen Faktoren ab. Womit Unternehmen und Otto Normalverbraucher auf jeden Fall rechnen müssen, ist die Tarifierungsphantasie des Anbieters. Beim Teilnehmeranschluss im Festnetz ist das die Deutsche Telekom. Die nutzt ihre hoheitliche Stellung bei der letzten Meile und bittet zur Kasse. Jedes Geschäftsmodell lebt schließlich von einer rentablen Preisgestaltung. 
Nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=abeuthner.wordpress.com&blog=177055&post=12&subd=abeuthner&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Was der Netzwerkanschluss kostet hängt von vielen Faktoren ab. Womit Unternehmen und Otto Normalverbraucher auf jeden Fall rechnen müssen, ist die Tarifierungsphantasie des Anbieters. Beim Teilnehmeranschluss im Festnetz ist das die Deutsche Telekom. Die nutzt ihre hoheitliche Stellung bei der letzten Meile und bittet zur Kasse. Jedes Geschäftsmodell lebt schließlich von einer rentablen Preisgestaltung. </p>
<p>Nicht nur die Preise für Tomaten, Hackfleisch oder Salat steigen, auch der Teilnehmeranschluss im Festnetz der Deutschen Telekom ist viel zu billig und soll dem Trend folgen. Der Antrag der Deutschen Telekom auf Gebührenerhöhung für die TK-Carrier und Zugangsprovider, die für ihre Dienste die letzte Meile benötigen, liegt auf dem Tisch der Bundesnetzagentur. Satte 13 Prozent mehr sollen sie für den kurzen Weg vom Hausanschluss in das Wide Area Backbone bezahlen, sonst dreht der Leitungseigentümer Telekom den Hahn zu. </p>
<p>Während eine ähnliche Drohung der russischen Regierung beim Ölfluß in der Transitpipeline Druschba zu harschen Reaktionen führte, regt sich beim Datenfluß bisher noch keine Seele auf. Einzig der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) spricht von einem unanständigen Antrag und echauffiert sich über das Wettbewerbsverständnis der Deutschen Telekom. Die begründet ihren Antrag damit, dass höhere Preise den Wettbewerb ankurbeln und damit die Preisspirale wieder nach unten drücken. Da muss sogar BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann lachen.</p>
<p>Ein weiteres Argument der Deutschen Telekom für die Preiserhöhung gewährt ebenfalls erschreckende Einblicke in die Sichtweise der Telekom-Manager. Die Mieteinnahmen für die letzte Meile seien nichts anderes als der Deckungsbeitrag für die Unterhaltskosten, heißt es beim TK-Riesen. Wie bitte berechnet die Telekom die Kosten für eine Meile Kupferkabel, die sie ohnehin als ehemaliger Staatskonzern mit Steuergeldern seinerzeit im Boden vergraben hat? Die Antwort führt direkt in das Dickicht moderner Kostenrechnungen. Ein Stellenabbau nämlich reduziert nicht die Personalkosten, sondern erhöht die Ausgaben, behaupten die Telekom-Betriebswirte. Zur unerträglichen Höhe der Gehälter addieren die Kostenrechner nun einfach die Aufwendungen für deren Abbau und wollen sich das von den Carrierrn und Providern bezahlen lassen. </p>
<p>Die Finanzakrobatik der Controller enthält noch einen weiteren Witz. Das Abwälzen von Kosten auf die umliegenden Geschäftspartner, endet spätestens bei der Frage, wer denn nun die Zeche zahlt. Am Ende blecht der Teilnehmer mit seinem Endgeld für den Personalabbau des Telekom-Konzerns. So einfach wie bei den Tomaten und dem Rinderhack lösen sich die verschlungenen Wirtschaftsbeziehungen und nicht wirklich ausgetragenen Widersrpüche rund um die Kommunikationsnetze auf. </p>
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